Premierminister Cameron
hilft seinem Land aus den Union,
nicht freiwillig, doch effizient:
Zu ungeliebt, der Kontinent.
Was Winston Churchill einst entriert,
hat eine Mehrheit ruiniert.
Rechtspopulisten endlich doch
ergötzen sich und schreien hoch!
Was dann aus solchem Schoße kroch
ist zu bewundern später noch.
Europa ist nun halb vereint,
die Zukunft rosig nicht erscheint.
Britannien sucht sein Glück allein,
partout will ganz für sich es sein.
Wer hat dem Volk aufs Maul geschaut,
geahnt, dass dieses Land man klaut?
Politeliten warn es nicht,
auch nicht, wer Wachstum, Wachstum, spricht.
Auf Buchmacher war kein Verlass.
Die Mehrheit wollte nun, das was
passiert in einer tristen Welt,
die alle Macht zusammen hält;
Nicht alles bleib so, wie es ist.
Die Unzufriedenheit nun frisst
ein jedes Ja, gebiert ein Nein:
So kann Europa eins nicht sein.
Kein Land mehr solidarisch ist.
Im Ernstfall oft der Schwächste büßt.
Der Mehltau Unzufriedenheit
senkt sich auf Menschen weit und breit.
Dies hat natürlich viele Gründe,
sei’s Konkurrenzdruck oder Pfründe.
Man sollt sie weg nicht projizieren
vielmehr korrekt artikulieren.
Ein Sündenbock ist Bürokratie
als Träger von Antipathie.
Man Gurken teuer reguliert,
das Wichtige bleibt unberührt.
Dort, wo man sich verbünden sollte,
ein großer Teil der Länder schmollte.
Fährt man den eigenen Vorteil ein,
ein Schwächrer muss belastet sein.
Es schafft kein gutes Grundgefühlt,
wenn selber nichts man geben will.
Die Staatschefs agieren heute
so wie daheim die Landhaupleute.
Die Kommission schaut hilflos zu,
und dafür lässt man sie in Ruh.
Doch davon einmal abgesehen –
Um tieferes Unrecht mag es gehen:
So, wie man heut globalisiert.
Europa hat das imitiert.
Die Starken werden reich – ruckzuck,
den Kleinen aber bleibt der Druck.
Denn Polen, Ungarn, Afrikaner
sind billiger als unseraner.
Man tritt die Flucht nach vorne an
auf nichts als Wachstum bauen kann.
Doch großes Zögern längst entstand,
denn Kaufkraft kam so nicht zustand.
Dem Volk wird ständig vorgeführt,
wie sehr das Land hat profitiert.
Das glaubt es nicht, und es hat recht.
Es schlägt sich durch, nicht selten schlecht.
Die Lücke der Gerechtigkeit
klafft weiter auf in unserer Zeit.
Das hält man immer schlechter aus.
Ist das die Antwort: Einfach raus?
Man sieht, hier ist noch Energie
Doch negativ ist leider die.
Da muss noch allerhand geschehen,
denn so kann’s nicht mehr weitergehen.
Wie sonst? Das ist die große Frage.
Tut not, dass bald man Antwort habe.
Es steht geschrieben an der Wand:
Da ist was außer Rand und Band.
Bemüh dich, recht zu deuten es,
um noch zu steuern den Prozess.
Ein Aufruhr bringt noch keinen Frühling.
Man konnt das in Nordafrika sehn.
Muss denn ein neuer Anfang immer
zunächst durchs Tal der Tränen gehn?
Das alte England ging verloren.
Vielleicht wird Neues nun geboren.