Kirche,  Staat, stets reformanda,

kämpfet nicht bloß gegn einander

Beiden falln Reformen schwer.

Sind heut nicht geheuer mehr.

 

Wärend dicke Kardinäle,

schreitend durch die hohen Säle,

schön gemächlich weiter kommen,

ungeduldig sind die Frommen.

Doch da gibt es auch noch magere,

größtenteils schon eher hagere.

 

Vatikan, rett deine Seele,

Gläubige nicht länger quäle!

Papst, nicht länger Gottseibeiuns,

Klartext red und mache frei uns.

 

Jetzt in Frankreich, Österreich,

junge Männer kommen gleich

an die Macht. Sie pfiffen nur

auf die öde Ochsentour.

 

Mutti Merkel scheint stabil.

Lachhaft, was der Schulz da will.

Seehofer, nun säg nicht dumm,

tückisch ihr am Stuhl herum.

 

Progressive lauthals rufen.

Scharf mit Klauen und mit Hufen

zwicken, scharren,  doch  vergebens,

freun nur wenig sich des Lebens.

 

Schön ist‘s, ein Reformer sein.

Eben im Palast zog ein,

der Emmanuel Macron.

Außenseiter; Retter schon?

Kurz, Macron: Lasst nicht verkommen

Freiheit die ihr euch genommen.

 

Kirche, die strategisch denkt,

Ketzer heute nicht mehr henkt.

Papst Franziskus, ungestüm,

hat bekämpft ein Ungetüm,

 

das diskret IOR sich nannte,

das als Offshore Bank man kannte

Jessas, Leut, es wird mir bang.

Diese Welt steht nimmer lang.  –

Luther, unfolgsamer Sohn,

kamst so glimpflich nicht davon.