Der liebe Gott meint’s gut mir mir.

Er meine Schaf ins Trockne führ.

Bin irgendwie ja auserwählt,

und das liegt nicht allein am Geld:

Gott mich zu strafen meist vergisst,

gelobt sei, wenn er schlampig ist.

 

Mir geht es gut, ich bin gesund,

betucht, ich kam nicht auf den Hund.

Ich fühl mich wohl und find es fein:

Ich bin katholisch obendrein.

Mein lieber Herr, ich danke dir,

dass brav ich bin, nicht so wie ihr.

 

Ich liebe meine Ordnung sehr,

doch meinen Gott natürlich mehr,

der mich nicht überfordern will.

So halt ich unauffällig still.

Der Geist weht so, wie ich es will,

und schenkt mir edles Wohlgefühl.

 

So weit, so gut. Kein Übermut!

Es sündigt nicht, wer schläft, nichts tut.

Der gute Gott sorgt trotzdem, dass

ein frommer Mensch hat seinen Spaß,

sofern er sittsam und gescheit,

gehorsam seiner Obrigkeit.

 

Nur eines, das beunruhigt mich.

Nach Benedikt gekommen ist

ein anderer Papst, viel zu geschwind,

erzeugt gehörig Wirbelwind.

Verschenkt sein Gwand, fährt in den Himmel.

Was soll, wem nützt solch wirrer Fimmel?

 

Da komm ich, ehrlich, nicht mehr mit.

Ich bin kein Freund von Dynamit.

Gott schaut auf mich, er macht es schon,

denn lang schon bin ich in Pension.

Bevor die nächste Sintflut kommt,

ein Seliger mehr im Himmel wohnt.