Frau Heizer und Herr Hurka,

die hatten einen Streit:

Wer wohl am schönsten singe,

und tu die rechten Dinge.

Sofern Gelegenheit  –

genau zur falschen Zeit?

 

Frau Heizer liebt die Falken,

Prophetin aus Tirol.

Von der Hierarchen Balken

hat sie die Nase voll.

 

Herr Hurka, der ist Taube.

Er hält nichts von Gewalt.

Es ist der beste Glaube,

der hofft und liebt und zahlt.

 

Hochwürden Bischof Scheuer,

plagt arg sein Kirchenrecht.

Sein Pech ist ungeheuer:

Wie er’s auch macht ist‘s schlecht.

Wer kann da eine Lösung sehen?

Reformer, ist’s um euch geschehen?    –

 

Ihr lieben Freund, sagt niemals nie.

Sollt feiern die Eucharistie,

nach diesem oder jenem Brauch.

Es geht auch anders, doch so auch.

 

Bevor du zum Altar hin gehst

dem Heiland gegenüber stehst,

lass Deine Gabe außen vor,

versöhne dich und sei ganz Ohr

für dieser Weisung guten Rat.

Das wäre eine gute Tat.

 

Propheten haben nötig wir.

Die Tischgemeinschaft brauchen wir.

Von frühen Christen steht geschrieben:

seht an und staunt, wie die sich lieben.

 

Ist das nun ein Patentrezept?

Jawohl, ich darauf wetten möcht.

Zugrunde geht das schönste Haus,

kommt miteinander man nicht aus.