Die Welt ist bunt zusamm gesetzt

schwarz/weiß, plus/minus und vernetzt.

Wir sollten dauernd uns entscheiden:

Ja – Nein –,  ein feiges Jein vermeiden.

 

Mir kommt das recht schematisch vor,

nicht sonderlich sympathisch vor.

Denn Güte, Schönheit  –   kann das sein

wenn immerfort: Jaja, Neinnein?

 

Das Nein ist ein gefährlich Ding,

wenn wer damit zum Abgrund ging.

Das Ja strebt eher himmelwärts,

das ist mir ernst, kein schlechter Scherz.

 

Ein Kardinal, der dies versteht,

spricht nun von  Gradualität.

Schwarz, dunkel, doch auch mittelgrau.

Erst Mann und dann allmählich Frau?

 

Dem Moralisten lieber ist,

wenn Feinheit, Feigheit, man vergisst.

Er ziehet Grenzen, grenzet aus:

am liebsten ist  allein zuhaus.

 

Ist gar der Teufel relativ?

Der Herr ihn einst zur Ordnung rief,

bekanntlich in die Höll verstieß;

hat nichts zu suchen hier bei Tisch.

 

Einst muss der Spaß zuende sein.

Sagt Gott einmal ein ewig Nein?

Durch Böses Böses er bekämpft?

Doch Jesus unsere Rauflust dämpft.

 

Ist schmal sein Weg, und dazu steil.

Jedoch, er führt zu Gottes Heil.

Gib acht, man rutscht auch da leicht aus,

erreicht erst spät das Vaterhaus.

 

Viel rascher, leider, kommt man schon

zu des Verderbens Endstation.

Wenn immer schneller, bis zum Grab,

man fährt auf schiefer Ebene ab.