Ich nenn sie Kathrin Eberle.
An diesem „Schmelg“ nichts Dürres seh.
Kommt aus dem schönen Bregenzerwald,
wo’s allen Leuten gut gefallt.
Die Backen rot, die Umwelt grün,
begehrenswert, kein Ungetüm.
Dies Ländle ist mitnichten karg,
dafür macht sich die Kathrin stark.
Modern schießt man mit Schneekanonen,
ansonsten würden weniger kommen
der hochgeschissenen Touristen,
sodass die Wälder darben müssten.
Auf Mode man versteht sich schon,
ob in, ob außer der Saison.
Die Kühe längst schon plagen sich,
mit größeren Eutern, wagen sich
hinauf auf’s Vorsäß, kommen dann
per Jeep auf ihrer Alpe an.
Sie geben Milch in großen Seen
und später wird man weiter sehen.
Das Handwerk und die Kunst floriert,
die Industrie viel exportiert.
Man freut sich an den Festivals,
bis jetzt nicht stehn sie bis zum Hals.
Vorarlberg, Vorarlberg,
selbständiger Staat, vorletzter Zwerg.
Noch ist die Landschaft nicht dahin,
ist kerngesund wie die Kathrin.
Man wählt sogar schon Van der Bellen.
Den Leuten kann man nichts erzählen.
Gemischt sind alt und hochmodern,
und das hab ich am Ländle gern.
Sie denken langsam, diese Leut?
Zu profitiern baucht es Zeit.
So wie die Schweizer man es mach:
Steh früher auf, wer später wach!