Die Bibel klar parteiisch ist.

Ihr Gott, der Juden nie vergisst,

hat eine Schwäche für die Armen,

mit Reichen weniger Erbarmen.

 

Hat die Ägypter einst geschlagen,

Soldaten, Rösser, Kampfeswagen.

Besiegt die Herrscher, die uns plagen,

wie laut die Psalmen singen, sagen.

 

Nicht nur im Alten Testament

Diskriminierung man erkennt.

Der Heiland, der so gütig war,

unmissverständlich machte klar:

 

Ins Himmelreich wird schwerlich kommen

der Prasser, der zu viel genommen.

Im Gleichnis lobt er den Verwalter,

der untreu gegen den Erhalter.

Dies alles klingt heut noch bekannt,

ist kriminell in unserem Land.

 

Speziell in Südamerika

warn Christen als Eroberer da.

Ihr Glaube triumphierte gleich,

sie herrschten und sie wurden reich.

 

Einst unter Kaiser Konstantin

begann die Kirche aufzublühn.

Die Underdogs nach oben kamen,

und in Besitz Europa nahmen.

 

Der alte Adel ward belehrt,

sodann das Volk topdown bekehrt.

War das am End nicht gottgewollt?

So ward die Front doch aufgerollt!

Wenngleich  das Schwert sie hat geleitet:

Die Botschaft wurde ausgebreitet.

 

Die Leute warn nicht aufgeklärt.

Da hat Gewalt sich sehr bewährt.

Meinst du, Gott hat bloß zugesehen,

ließ ohne Absicht es geschehen?

Sein Plan schwer zu durchschauen ist

auch wenn man‘s nachher besser wüsst.   –

 

Doch nun scheint die Befreiung nah,

ein Papst aus Südamerika

befreit von Macht uns und Ballast,

damit die Botschaft wieder passt.

 

Er ruft zu anderem Kampfe auf:

Gewaltlos sei der Kirche Lauf.

Doch keine Zeit ist zu verlieren,

weil wir die Erde sonst ruinieren.

 

Der Heiland hat sich Zeit genommen.

Er ist noch immer nicht gekommen

mit Blitz und Donner, Macht und Wut.

Denn nur, wer Gutes will und tut,

soll Gottes Reich zur Erde bringen.

Durch Macht kann es uns nicht gelingen.

 

Sonst hätte Jesus im Gebet

am Ölberg gleich von Gott erfleht

der Engel mächtige Legionen

um ohne Leiden zu belohnen,

was er bereits für uns getan.

Das stünde dem Allmächtigen an.

 

Statt dessen hat sein Sohn befreit

zu einer neuen Herrlichkeit.

Als Samenkorn er musste sterben,

im Tode aber nicht verderben.

Denn Christus sollte auferstehen

und so in seinen Himmel gehen.

 

Noch ist die Hoffnung nicht  gestorben,

die Schöpfung noch nicht ganz verdorben.

So können wir Befreiung finden

von Mammon, Gier, dem Hass, den Sünden.

Parteiisch für den  Underdog,

den man bestahl, belog, betrog.