Ein Land beschränkter Möglichkeiten

ist unsre Erd. So sei bescheiden,

nicht einer, der zu viel begehrt,

wie ein Karnickel sich vermehrt.

 

Europa ist kein Gottesgarten,

denn schon Millionen Arme warten,

dass endlich Reichre ihnen geben,

was jeder braucht zum Überleben.

 

Ob freie Wildbahn oder Wald,

ein Hilferuf von dort erschallt:

Natur, die schwindet rasch dahin,

zerstört, verwüstet, ohne Sinn.

 

Verhängnisvoll das Abenteuer

vom Raubbau, dumm und ungeheuer.

Was man zu Unrecht Wachstum nennt,

kommt  absehbar schon bald ans End.

 

Der Globus ist längst überlastet

ward ausgebeutet überhastet.

Und Menschen von der Erde Rändern

versuchen es  in unsern Ländern.

 

Ist so die Freiheit schon verloren?

Das muss nicht sein   –   ihr sei erkoren

ein unentdeckter Kontinent,

dass man ihn mehr und mehr bezähmt:

 

Sieh  nicht nach außen, schau nach innen.

Im Geist ist Freiheit zu gewinnen!

Hier stößt sich nichts mehr hart im Raum,

ganz ohne Grenzen ist dein Traum.

 

Schau auf dies herrlich weite Land

vor uns, das weithin unbekannt.

Nur dort die wahre Freiheit liegt,

und Not und Mangel wird besiegt.

 

Hier ist Utopia, Gottes Reich.

Ergreif es mit Gewalt sogleich.

Und dort gewinne jedermann,

wo keiner Schaden nehmen kann.

 

Auch über den Wolken

mag Freiheit wohl grenzenlos sein.

Versuch  nicht zu fliehen,

bleib lieber auf Erden daheim.